Referenten und Inhalte der Sektion 1

Sektion 1: Politiken der Zivilgesellschaft

Die strategische Kooperation mit Akteuren der Zivilgesellschaft ist mit der Agenda 2020 der Vereinten Nationen ein dringendes Anliegen der Staatengemeinschaft. Wie sich Politiken der Zivilgesellschaft wissenschaftlich nachvollziehen lassen und wie sich Zivilgesellschaft in Europa aber auch global, etwa im Kontext von Zukunftsmärkten wie China, entwickelt, klären die Vorträge in Sektion 1, moderiert durch Mag. Barbara Blaha.


Dr. Rupert Graf Strachwitz: Chancen und Herausforderungen der Zivilgesellschaft heute

Dr. Rupert Graf Strachwitz, geb. 1947, ist Politikwissenschaftler und Historiker. Nach einer Karriere im gemeinnützigen Bereich und in der Beratung von Stiftungen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen gründete er 1997 das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft, Berlin, heute Teil der Maecenata Stiftung, München. Er ist heute forschend und lehrend, aber auch beratend in den Bereichen Zivilgesellschaft und Stiftungswesen tätig. Für seine Tätigkeit erhielt Strachwitz den Verdienstorden der Italienischen Republik, sowie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Heute widmet er sich Problemen des richtigen Verhältnisses zwischen Freiheit und Ordnung unter den Bedingungen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert und immer mehr auch der Europapolitik. Diesen Themen geht Graf Strachwitz in zahlreichen Veröffentlichungen nach, bspw. „Achtung vor dem Bürger (2014)“, „Transparente Zivilgesellschaft?“ (2015) „Was machen wir mir mit Europa?“ (2017).

 

 


Dr. Ulla Pape: Die Entwicklung von Zivilgesellschaft im euopäischen Vergleich

Dr. Ulla Pape, geb. 1974 in Freiburg i.B., ist Politikwissenschaftlerin und Post-Doc Forscherin an der Freien Universität Berlin. Zuvor war sie als Lektorin an der Universität Bremen und als Senior Research Fellow am Laboratory for Nonprofit Sector Studies an der Higher School of Economics in Moskau und als Post-Doc Researcher im „Third Sector Impact Project“ an der Universität Nimwegen tätig. An der Universität Bremen lehrt Dr. Pape zu den Themen Soziologische Theorien, Qualitative Methoden in den Sozialwissenschaften sowie aktuelle politische Entwicklungen in Russland und Osteuropa. Ihr Forschungsinteresse gilt den Bereichen der Politischen Transformation, der Sozialpolitik und der Entwicklung der Zivilgesellschaft.

Ihre Publikationen umfassen eine Monographie mit dem Titel „The Politics of HIV/Aids in Russia“ (2014) und Artikel in internationalen Fachzeitschriften, wie z.B. „Economic Recession and Third Sector Development in Europe“ (2016) und „The non-profit sector in today’s Russia: Between confrontation and co-optation” (2018).

 

 


Prof. Dr. Thomas Heberer: Zivilgesellschaft aus globaler Perspektive

Prof. Dr. Thomas Heberer, geb. 1947 in Offenbach am Main, ist Politik- und Ostasienwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Im Rahmen der Forschung und Lehre im Bereich der Ostasienwissenschaften an verschiedenen Universitäten, widmete er sich regelmäßig intensiver Feldforschung, vornehmlich in China, um Gegebenheiten und Veränderungsprozesse im Detail beobachten und analysieren zu können. Veröffentlichungen wie „Die politischen Systeme Ostasiens“, „Private Entrepreneurs in China and Vietnam. Social and Political Functioning of Strategic Groups“ oder „Doing Business in Rural China“ bieten daher die Möglichkeit, Gesellschaften und Kulturen von innen heraus zu begreifen. Zahlreiche Publikationen Heberers erschienen in chinesischer Sprache, um sie einem großen Kreis an chinesischen Wissenschaftlern zugänglich zu machen.

 

 

 


Die Paneldiskussion wird moderiert von: Mag. Barbara Blaha

Barbara Blaha, geboren 1983, studierte Germanistik in Wien. Während ihres Studiums war sie als Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft tätig und wurde einer breiteren Öffentlichkeit wegen ihres Engagement gegen Studiengebühren bekannt. Sie war Stiftungs- sowie Publikumsrätin des ORF und hat seit 2013 einen Sitz im Universitätsrats der Universität Salzburg inne. 2007 gründete sie den Politkongress Momentum, den sie seither auch leitet. Blaha initiierte die NGO „Homebase – Wohnraum für Flüchtlinge“. Seit 2013 organisiert sie den „Ball der Wiener Wissenschaft“ im Wiener

Rathaus. Derzeit ist sie Programmchefin für Sachbuch in einem Wiener Traditionsverlag. Sie publiziert regelmäßig in Tages- und Wochenzeitungen zur österreichischen Innenpolitik. Zuletzt erschienen „Das Ende der Krawattenpflicht“ (Czernin Verlag).

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