Referenten und Inhalte der Sektion 3

Sektion 3: Prägekräfte der Zivilgesellschaft

Während sich sozialstaatlichen Grundprinzipien der Solidarität und Subsidiarität auch für die Beschreibung der Logik von Zivilgesellschaft eigenen, prägen kulturelle und religiöse Funktionssysteme seit jeher Dynamik und Wirkung zivilgesellschaftlicher Interaktion. In welcher Weise die Kultur des Christentums, auch in Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Weltanschauungen, die Arbeit der Zivilgesellschaft geprägt hat und fortwährend prägt, klären die Vorträge in Sektion 3.

 


Prof. Dr. Norbert Bolz: Über Nutzen und Nachteil der Religion für den Staat und die Wirtschaft

Prof. Dr. Norbert Bolz, geb. 1953 in Ludwigshafen, ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler und seit 2002 Fachgebietsleiter sowie Universitätsprofessor der Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Zuvor war er als Professor für Kommunikationstheorie an den Universitäten zu Essen und Berlin tätig. Weiterhin befasste Bolz sich in seiner Dissertation und Habilitation mit den Bereichen der Ästhetik und der Philosophie. Seine Publikationen wie „Zurück zu Luther“ und „Das richtige Leben“ befassen sich mit der Veränderung der modernen Gesellschaft durch Phänomene der Massengesellschaft, der zunehmenden Verunsicherung in der Postmoderne und die Rolle, die der Religion in der heutigen Gesellschaft zukommt.

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Dr. Raban Daniel Fuhrmann: Die Zivilregion der Zivilgesellschaft

Dr. Raban Daniel Fuhrmann, geb. 1964, begleitet als international tätiger Verfahrensexperte Reformprozesse in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Er ist Inhaber der ReformAgentur für Prozeßberatung und Leiter der Akademie Lernende Demokratie (im Aufbau gemeinsam mit Procedere und Democracy International).

Er forscht und lehrt am Weltethos-Institut an der Universität Tübingen zu Governance, Bürgerbeteiligung und Demokratie 4.+. Der Fokus seiner wissenschaftlichen und beraterischen Arbeit liegt als Verfahrensforscher und Prozessentwickler in den Feldern der Organisations- und Demokratieentwicklung zur Stärkung einer Lernenden Demokratie.

 

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Prof. Dr. Dr. Michael Ebertz: Das kreative Potenzial religiöser Akteure der Zivilgesellschaft

Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz, geb. 1953 in Offenbach, ist Soziologe und Theologe. Er lehrt Soziologie, Sozialpolitik und freie Wohlfahrtspflege an der Katholischen Hochschule Freiburg. Weiterhin hat er zahlreiche Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Ebertz’ Forschungsschwerpunkte sind die Sozialpolitik und Freien Wohlfahrtsverbände, Kirchen- und Religionssoziologie Ebertz befasst sich insbesonderemit der Auseinandersetzung der Kirche mit der hereinbrechenden Moderne seit dem 19. Jahrhundert. Empirisch erhebt er die Erscheinungsweisen der Kirche heute, publiziert als „Was glauben die Hessen?“ und „Kirchenaustritt als Prozess: Gehen oder bleiben?“, „Orden und Säkularisierung“ und „Spiritualitäten als Ressource“ (beide zus. mit Lucia Segler). Ebertz ist in der Fortbildung und Beratung tätig für Diözesen und kirchliche Verbände, persönliches Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im Wissenschaftlichen Beirat von  Sinus-Integral  in Heidelberg und Wien und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der societasfutura.